Übergeordnete Qualitätsziele

1. Personale und motivationale Kompetenzen (Partizipation)

Selbstwertgefühl, Autonomieerleben (Selbstbestimmt handeln), Selbstständigkeit, Verantwortungsübernahme. Unter Selbstwertgefühl versteht man, wie ein Mensch seine Eigenschaften und Fähigkeiten bewertet. Wir möchten den Kindern Gelegenheiten bieten, die es ihnen ermöglichen, stolz auf ihre eigenen Leistungen und Fähigkeiten, ihre Kultur und Herkunft zu sein. Das Kind ist Teil der Gemeinschaft, es hat die Möglichkeit ein differenziertes und vielfältiges Bild von den möglichen Rollen von Jungen und Mädchen zu erwerben, traditionell sowie kulturell geprägte Rollenbilder kritisch zu hinterfragen und sich frei in seinen Interessen, seinem Spielraum und seinen Erfahrungsmöglichkeiten zu entwickeln.In unserer Einrichtung haben die Kinder Gelegenheit, selbst zu entscheiden, was sie tun und wie sie es tun wollen.  Wir ermöglichen jedem Kind Eigenverantwortung zu übernehmen und eigene Aktivitäten zu gestalten, soweit sich dies mit seinem Wohl und dem der Gemeinschaft vereinbaren lässt. Damit jedes Kind zum motivierten, mündigen, selbstbestimmten Menschen heranwachsen kann und damit ein Miteinander möglich wird, ist es unser Ziel, dass jedes Kind schrittweise selbständig (im Rahmen seiner Möglichkeiten) wird. Im Sinne der Partizipation haben die Kinder das Recht, an allen sie betreffenden Entscheidungen entsprechend ihrem Entwicklungsstand beteiligt zu werden. „Beteiligung“ bedeutet „Partizipation“ im Sinne von Mitwirkung, Mitgestaltung und Mitbestimmung.

 

2. Sprachliche Kompetenz

Sprache ist ein Mittel des Ausdruckes, d.h. das Kind kann sich über die Sprache anderen mitteilen. Die Sprache steht in enger Beziehung zum Denken und zum Fühlen. Unser Bestreben ist es, die Sprachfreude der Kinder aufzugreifen / zu wecken, damit das Kind seine Bedürfnisse mitteilen kann. Hierbei sind für uns Zeit, Beziehung, Sicherheit und Vertrauen sehr wichtig. Je besser das Sprachvermögen eines Kindes ist, umso besser kann es seine Absichten, Gefühle und Bedürfnisse formulieren, aber auch von anderen verstanden werden. Kinder lernen sich angemessen auszudrücken, die richtige Wortbildung / Satzbildung, sowie eine angemessene Gestik und Mimik zu verwenden. Sie lernen auch, andere ausreden zu lassen, ihnen zuzuhören und bei Unklarheiten nachzufragen. Da Kommunikationsfähigkeit eine der wichtigsten Kompetenzen für ein erfolgreiches Leben in unserer Gesellschaft ist, werden den Kindern viele Gelegenheiten für Gespräche geboten.

 

3. Soziale und demokratische Kompetenzen

In unserer Einrichtung haben die Kinder die Gelegenheit, Beziehungen aufzubauen, die durch Sympathie und gegenseitigen Respekt gekennzeichnet sind. Die Kindertagesstätte hat die Aufgabe, die Sozialerziehung der Familie in ergänzender Weise zu unterstützen. Wir ermöglichen soziale Beziehungen zu anderen Kindern. Durch die Begegnung miteinander lernen die Kinder unterschiedliche Einstellungen und Ansichten kennen, sowie unterschiedliche Haltungen und Werte. Durch das Zusammenleben und das wechselseitige Agieren und Reagieren, können notwendige gesellschaftliche Verhaltensweisen geübt werden, z.B. Kooperation mit anderen, verschiedene Konfliktlösungen, Empathie empfinden oder Abbau von Vorurteilen. Das Leben in der Gruppe ermöglicht grundlegende soziale Fähigkeiten, wie z.B. Hilfsbereitschaft, Mitgefühl, Rücksichtnahme…. Dies sind die Grundvoraussetzungen der Demokratie. Gelebte „Alltagsdemokratie“ bedeutet: sich respektvoll zu begegnen und als Partner zusammenzuwirken, denn jeder hat besondere Stärken und kann etwas einbringen.

 

4. Entwicklung von Werten und Orientierungskompetenz

 

Christliche Werte, wie die Liebe zu Gott und den Mitmenschen, sind im täglichen Umgang spürbar. Familien sind in unserer Kita angenommen und geborgen - mit ihren verschiedenen religiösen bzw. weltanschaulichen Prägungen, Haltungen und Meinungen. Der katholische Aspekt unserer Arbeit, spiegelt sich in Gebeten, Liedern, Gottesdienstvorbereitungen im Verlauf des Kirchenjahres und biblischen Erzählungen wider. Das Beten vor dem Essen gehört für die Kinder zum täglichen Ritual. In einer welt- und wertoffenen Gesellschaft ist es unabdingbar, dass Kinder Personen mit anderen Werten, Einstellungen und Sitten gegenüber unvoreingenommen sind. In unserer Einrichtung wird dies auch in Bezug auf das Thema der Andersgläubigkeit gelebt. Gerade im Sinne der Nächstenliebe soll sich bei uns jedes Kind angenommen fühlen. Wir sind anderen Glaubensrichtungen gegenüber offen und vermitteln diese Offenheit in unserem Alltag.

 

 

5. Lernmethodische Kompetenz (Lernen wie man lernt)

 

Die Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen ist der Umgang mit verschiedenen „Zugängen in den Kopf“. Kinder „begreifen“ mit allen Sinnen. Sie reden nicht nur über Dinge und wollen schauen und nachdenken, sondern sie fühlen, schmecken… experimentieren. Kinder lernen dies durch Nachahmung, Beziehungslernen (lernen voneinander) und autonomes Lernen (Selbstlernen).

 

6. Kognitive Kompetenzen

Das Erlernen von Fähigkeiten im Bereich des Denkens, der Wahrnehmung, der Problemlösefähigkeit, der Fantasie und Kreativität bezeichnet man als kognitive Kompetenz. Die kognitive Entwicklung ist entsprechend, die Fähigkeit eines Menschen, Neues zu lernen, Probleme zu erkennen, zu analysieren und zu lösen, Pläne zu entwerfen, daraus resultierende Folgen vorauszusehen und Entscheidungen zu treffen. Die Wahrnehmung durch alle Sinne (tasten, sehen…) ist hierbei grundlegend für alle Denkprozesse, sie sind nötig um Begriffe, Abläufe oder Erfahrungen des Alltags einzuordnen und abzuspeichern. Eine gelebte Fehlerkultur hilft hierbei, Fehler als wichtige Schritte bei der Problemlösung zu betrachten. Kreativität zeigt sich durch individuellen Ausdruck im motorischen, sprachlichen, musikalischen und gestalterischen Bereich. Die Kinder bekommen den Raum und die Zeit Reime zu erfinden, fantasievolle Geschichten zu erzählen, nach eigenen Vorstellungen zu malen, selbsterfundene Melodien zu singen, auf einem Musikinstrument zu spielen oder sich rhythmisch zu Musik zu bewegen. Das Kind benötigt für alle Spiele (bauen, malen, schneiden, kleben, Rollenspiele...) ein gewisses Maß an Kreativität. Hierbei kann das Kind weiter wichtige Persönlichkeitsmerkmale wie Flexibilität, Vorstellungsvermögen, Originalität, Einzigartigkeit und Humor entwickeln und es hilft den Kindern bei der Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt.

 

7. Physische Kompetenzen

Zur kindlichen Entwicklung gehört die Auseinandersetzung mit der Gesundheit und dem körperlichen Wohlbefinden. In unserer Einrichtung werden verschiedene Möglichkeiten geschaffen, um die grob- und feinmotorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten des Kindes, ihre natürliche Bewegungsfreude, grundlegende Hygienemaßnahmen sowie eine positive Einstellung gesunder und ausgewogener Ernährung zu erleben. Hierbei kann die körperliche Geschicklichkeit, die Sicherheit in Bewegungen, sowie die Körperwahrnehmung und Fingerfertigkeit geübt werden. Um ein gutes Körpergefühl lebendig zu halten / zu entwickeln ist Bewegung ein grundlegendes Mittel. Dies dient der Regulierung von Anspannung und Entspannung und ist eine wichtige Komponente bei der Stressbewältigung.

 

 

8. Umweltbildung

 

Das Kind lernt mit allen Sinnen seine Umwelt kennen. Das ökologische Verantwortungsgefühl wird gestärkt, mit dem Ziel den nachfolgenden Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten. Die Kinder lernen die Nutz- und Schutzfunktionen der Natur (Umweltschutz) kennen und entwickeln ihr gegenüber Fürsorge, Achtsamkeit und Mitempfindung.

 

9. Übergänge gestalten / Transitionen

Übergänge sind zeitlich begrenzte Lebensabschnitte in denen markante Veränderungen geschehen und Phasen beschleunigten Lernens. Die Kinder und deren Familien erfahren, dass Übergänge eine Herausforderung sein können, die die Widerstandskraft (Resilienz) beeinflussen. Eine erfolgreiche Bewältigung ist dem Kind von Vorteil, da es so die Angebote unserer Bildungseinrichtung bestmöglich für sich nutzen kann. Diese Erfahrungen sind prägend für das ganze Leben.

 

10. Elternmitarbeit

Es ist unser Bestreben, gemeinsam mit den Eltern für die geistige, seelische und körperliche Entwicklung der Kinder Sorge zu tragen. Eine gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Eltern ist uns wichtig und ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit. Unsere Einrichtung bietet vielfältige Möglichkeiten der Zusammenarbeit (Elterngespräche..., Elternbeirat) und des gegenseitigen Kennenlernens und Austauschens (Elternabende, Elternbriefe…) an.

 

11. Personal

Die jeweils erforderliche fachliche, soziale und menschliche Qualifikation unserer MitarbeiterInnen wird jederzeit sichergestellt und durch geeignete Maßnahmen gefördert. Die Ziele unserer Arbeit sind klar definiert und festgelegt und werden durch das christliche Menschenbild geprägt. Sie gewähren allen MitarbeiterInnen persönlichen Entfaltungsspielraum. Jede MitarbeiterIn bekommt eine Stellenbeschreibung. Hierin ist der eigene Aufgabenbereich festgelegt. Im Rahmen der pädagogischen und organisatorischen Arbeit werden nach Möglichkeit die individuellen Belange und Stärken der MitarbeiterInnen berücksichtigt. Die jeweils eigenen Motive und Fähigkeiten sollen in der Arbeit ihren Ausdruck finden.

 

12. Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen / Öffentlichkeit

Wir legen in unserer Kindertagesstätte viel Wert auf die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen. Im Interesse der Kinder kooperieren wir mit verschiedenen Einrichtungen wie mit anderen Einrichtungen, der Grundschule, mit Förderschulen, mit der Frühförderstelle und der Sprachheilschule (Logopäden)…. Gerade im Sinne des multiprofessionellen Ansatzes ist es uns wichtig unser Team, um die Fachkompetenzen anderen Einrichtungen zu erweitern und diese für unsere pädagogische Arbeit zu nutzen. Die Einblicke in ortsansässigen Institutionen wie Bank, Polizei, Schönbusch fördert das Kennenlernen der Umgebung des Kindes und vermittelt neues Wissen. Hierdurch kann auch das gesellschaftliche Umfeld der Einrichtung erfahren, dass die Entwicklung der Kinder von größter Bedeutung ist. Wir möchten ein berechenbarer, sicherer und zuverlässiger PartnerIn gegenüber unserer Pfarrei und der Öffentlichkeit sein, und bei der Erfüllung des gesellschaftlichen und kirchlichen Auftrages helfen.

 

 

13. Wirtschaftlichkeit der Einrichtung

 

Das gesamte wirtschaftliche Handeln wird vorausschauend geplant und muss sich im Rahmen angemessener Einnahmen und Ausgaben vollziehen.

 

 

14. Umweltschutzgesichtspunkte

 

Sämtliche Tätigkeiten der MitarbeiterInnen, alle Techniken sowie alle verwendeten Arbeitsmaterialien, werden in Bezug auf ihre Umweltverträglichkeit ständig geprüft und verbessert. Alle MitarbeiterInnen haben dafür Sorge zu tragen, dass energiesparend und nachhaltig (wasser- und stromsparend) gearbeitet und Müll vermieden, bzw. ordnungsgemäß getrennt wird.